Kommende Veranstaltungen

15. August 2026

Stadtarchive im digitalen Zeitalter – zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Die Digitalisierung verändert die Arbeit von Archiven grundlegend. Doch wie gelingt der digitale Wandel, wenn Zeit, Personal und finanzielle Mittel begrenzt sind? Welche Erwartungen werden an kommunale Archive gestellt – und wo liegen die praktischen Grenzen?

Über diese Fragen spricht am 15. August 2026 Matthias Rosenthal, Leiter des Stadtarchivs Langenhagen. Aus der Perspektive der archivischen Praxis berichtet er von Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung, von der Bewahrung historischer Quellen im digitalen Zeitalter und von der Aufgabe, lokale Geschichte auch künftig zugänglich, verlässlich und lebendig zu halten.

Der Vortrag bietet Einblicke in die tägliche Arbeit kommunaler Archive und lädt zur Diskussion über die Zukunft unserer Erinnerungskultur ein.

Datum: 15. August 2026, 19:00 Uhr
Ort: Gaststätte Berliner Wappen, Michaelkirchplatz 11, 10179 Berlin
Eintritt: frei
Anmeldung: info@evropa.eu

3. September 2026

Ostpreußens Wolfskinder: Zeitzeugengespräch, Vortrag und Buchvorstellung

Ostpreußens Wolfskinder – Zeitzeugengespräch, Vortrag und Buchvorstellung

Was bedeutete es, als Kind den Zweiten Weltkrieg allein überleben zu müssen? Dieser Frage widmet sich eine besondere Veranstaltung mit einem der letzten in Berlin lebenden Wolfskinder.

Als Wolfskinder werden jene Kinder aus Ostpreußen bezeichnet, die nach 1945 elternlos, hungernd und schutzlos umherirrten, sich allein nach Litauen durchschlugen und unter Verlust von Heimat, Familie, Sprache und Identität um ihr Überleben kämpften.

Der 1935 in Königsberg geborene Günter-Heinz Krell berichtet als Zeitzeuge von Flucht, Hunger, dem Verlust von Heimat und Familie sowie seinem Überlebenskampf nach 1945. Sein persönliches Schicksal eröffnet einen bewegenden Zugang zu einem lange wenig beachteten Kapitel der deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte.

Ergänzt wird das Zeitzeugengespräch durch einen einführenden Vortrag von Dr. Christopher Spatz, Historiker, Autor, Evropa e. V.-Gründungsmitglied und ausgewiesener Experte für die Geschichte der Wolfskinder. Er ordnet die historischen Ereignisse ein und stellt die neue dreisprachige Publikation der Gesellschaft für bedrohte Völker vor.

Donnerstag, 3. September 2026, 15:00–16:30 Uhr
Gemeinschaftshaus Lichtenrade; Lichtenrader Damm 212, 12305 Berlin-Tempelhof-Schöneberg

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten: info@evropa.eu

4. September 2026

Netzwerkabend bei den Kultur- und Erinnerungstagen 2026

Geschichte verbindet. Menschen noch mehr. Deshalb bringt Evropa e. V. zum Abschluss des Jugendtages der Kultur- und Erinnerungstage 2026 junge Engagierte aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Die Kultur- und Erinnerungstage sind ein berlinweites Forum für Erinnerung, Dialog und Demokratie. Sie erinnern an Flucht, Vertreibung, Deportationen und Verfolgung und schlagen zugleich eine Brücke zu den Herausforderungen unserer Zeit.

Der Netzwerkabend richtet sich an alle, die Europa nicht nur verstehen, sondern mitgestalten möchten – ob in der historisch-politischen Bildungsarbeit, der Erinnerungskultur, im internationalen Austausch oder im kulturellen Engagement. Ziel ist es, neue Begegnungen zu ermöglichen und aus gemeinsamen Ideen konkrete Projekte entstehen zu lassen.

Datum: 04. September 2026, 19:00 Uhr
Ort: Gaststätte Berliner Wappen, Michaelkirchplatz 11, 10179 Berlin
Eintritt: frei
Anmeldung: info@evropa.eu


Veranstaltungen der vergangenen Monate

01. Juli 2026

Kronen, Kreuze, Kontinente – das Haus Pfalz-Neuburg und Europa

Was bedeutete es, als Kind den Zweiten Weltkrieg allein überleben zu müssen? Dieser Frage widmet sich eine besondere Veranstaltung mit einem der letzten in Berlin lebenden Wolfskinder.

Der 1935 in Königsberg geborene Günter-Heinz Krell berichtet als Zeitzeuge von Flucht, Hunger, dem Verlust von Heimat und Familie sowie seinem Überlebenskampf nach 1945. Sein persönliches Schicksal eröffnet einen bewegenden Zugang zu einem lange wenig beachteten Kapitel der deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte.

Ergänzt wird das Zeitzeugengespräch durch einen einführenden Vortrag von Dr. Christopher Spatz, Historiker, Autor, Evropa e.V.-Mitbegründert und ausgewiesener Experte für die Geschichte der Wolfskinder. Er ordnet die historischen Ereignisse ein und stellt die neue dreisprachige Publikation der Gesellschaft für bedrohte Völker vor.

Donnerstag, 3. September 2026
15:00–16:30 Uhr
Gemeinschaftshaus Lichtenrade
Lichtenrader Damm 212, 12305 Berlin-Tempelhof-Schöneberg

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten: info@evropa.eu

26. Juni 2026

Zwischen Wartezimmer und Wirklichkeit: Strukturelle und aktuelle Herausforderungen im Gesundheitswesen

Lange Wartezeiten, Ärztemangel, Digitalisierung, Reformstau – das deutsche Gesundheitswesen steht vor großen Herausforderungen. Doch wo liegen die Ursachen der aktuellen Probleme? Welche Reformen sind notwendig? Und welche Lösungen funktionieren bereits heute?

Darüber spricht Evropa e. V. am 26. Juni 2026 mit dem Gesundheitsexperten und Evropa-Mitglied Max Boguslaw. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen in der Gesundheits- und Versorgungspolitik, diskutieren Herausforderungen und stellen Ansätze vor, die das System zukunftsfähiger machen könnten.

Die Veranstaltung findet online via Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Datum: 26. Juni 2026, 19:00 Uhr
Ort: Online (Zoom)
Anmeldung: info@evropa.eu

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion und für Fragen aus dem Publikum.

12. Mai 2026

Geschichte trifft Zukunft: Evropa e. V. feiert ersten Geburtstag mit neuer Auszeichnung

Vor einem Jahr wurde Evropa e. V. unter dem Leitgedanken „Geschichte trifft Zukunft“ gegründet. Am 12. Mai 2026 begeht der Verein nun seinen ersten Geburtstag – und verbindet diesen mit einer Premiere: Erstmals wird der Evropa-Preis verliehen.

Die Auszeichnung geht an den Historiker Dr. Roland Borchers, der ab Juni die Leitung der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung übernimmt. Gewürdigt werden damit seine Arbeiten zur deutsch-polnischen Erinnerungskultur, zur Geschichte von Flucht und NS-Zwangsarbeit sowie sein Engagement für europäische Verständigung.

Der Abend bringt Persönlichkeiten aus Diplomatie, Wissenschaft, Kultur, Kirchen und Zivilgesellschaft zusammen. Neben Grußworten und einer Laudatio ist auch ein musikalisches Rahmenprogramm vorgesehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie historische Erinnerung und europäische Verständigung in einer Zeit neuer Spannungen und Konflikte gemeinsam weitergedacht werden können.

Interessierte können Kontakt mit dem Verein aufnehmen.

15. April 2026

„Tag der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts“ Berlin 

Evropa e. V. lädt gemeinsam mit der Ansprechperson für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene zum „Tag der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts“ ein.

Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Starke Stimmen“ und würdigt das vielfältige Engagement für Demokratie, gesellschaftliche Teilhabe und Zusammenhalt in Berlin. Sie bringt Akteurinnen und Akteure aus Zivilgesellschaft, Initiativen, Vereinen und Politik zusammen und schafft Raum für Austausch, Begegnung und neue Impulse.

Zu den Rednern zählen unter anderem der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, die Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe, sowie die Ansprechperson für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene, Walter Gauks.

Ein besonderer Programmpunkt ist die Würdigung engagierter Ehrenamtlicher, deren Einsatz für unsere Gesellschaft sichtbar gemacht wird. Ergänzt wird das Programm durch kulturelle und musikalische Beiträge.

Darüber hinaus wird im Rahmen der Veranstaltung der Film
„2 Jahre Ansprechperson für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene“ erstmals gezeigt und gibt Einblicke in die Arbeit und Entwicklungen der vergangenen Jahre.

Die Veranstaltung klingt mit einem Empfang aus, der Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung bietet.

„Tag der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts“
Berlin (Akademie der Künste, Pariser Platz)